Das Tempelhof Museum

Museum Tempelhof

Der vor allem für seinen ehemaligen Flughafen bekannte Berliner Stadtteil Tempelhof, liegt im Nordosten des siebten Berliner Bezirks Schöneberg-Tempelhof. Die Namensgebung ist zurück zu führen auf den Templerorden, der hier um das Jahr 1200 herum Tempelhof zunächst als Dorf gegründet hatte.

Die stadtgeschichtliche Entwicklung und die besondere Bedeutung dieses Bezirks können im Tempelhof Museum durch die Besucher erkundet und historisch nachvollzogen werden.

Das Museum ist Montags bis Donnerstag von 10-18 Uhr sowie Freitags von 10-14 Uhr und Sonntags von 10-15 Uhr für Besucher geöffnet. Führungen durch die Ausstellung werden Sonntags um 11 Uhr angeboten. Der Eintritt in das Museum ist frei.

Am besten ist das Tempelhof Museum vom Stadtzentrum aus mit der U6 Richtung Mariendorf zu erreichen. Die nächste U-Bahnstation ist nur 100 m entfernt.

Das Museum befindet sich im Gebäude einer alten Schule. Die begehbare Dauerausstellung trägt den Titel „Zwischen Feldern und Fabriken – Orte, Menschen, Geschichten“ und veranschaulicht den Besuchern vor allem die Entwicklung des Tempelhofer Stadtteils, der sich wiederum aus den Ortsteilen Alt-Tempelhof, Alt-Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade zusammen setzt.

Die Ausstellung ist sehr detailgetreu aufgebaut und gestaltet. Mithilfe von Einrichtungsgegenständen und nachgestellten Situationen aus dem damaligen Alltag von Berliner Arbeiterfamilien, können die unterschiedlichen Zeitepochen aus Sicht der damaligen Bevölkerung erkundet werden. Während der Führung erhalten die Besucher Informationen, die durch einen Audioguide in Form eines Hörspiels aufbereitet sind. Zusätzlich stehen zwei Museumguides während der gesamten Führung als Ansprechpartner für die Besucher zur Verfügung.

Insbesondere die Tatsache, dass Tempelhof den meisten Menschen durch den stillgelegten Flughafen und das dazu gehörige Tempelhofer Feld ein Begriff ist, bietet sich die Erkundung des Museums als das Erleben einer ganz anderen Seite dieses Berliner Bezirks an.

Die Erkundungstour durch das Museum bietet für Berlin-Touristen eine tolle Möglichkeit für einen Tagesausflug, auch bei Regenwetter. Das historisch gepflegte Schulgebäude, in dem die Exponate zu sehen sind, unterstreicht für den Besucher das Gefühl einer „Zeitreise“.

So mancher ist hier schon ins Staunen geraten und besonders dann, wenn Sie den Geschichtsunterricht in der Schule eher langweilig fanden, werden Sie die Art und Weise wie Deutsche Geschichte hier veranschaulicht wird, sicher als neue und spannende Art der Wissensvermittlung für sich empfinden.

Ursprünglich im Jahr 1960 unter dem Namen „Heimatmuseum Tempelhof“ eröffnet, trägt das Museum heute den Namen Tempelhof Museum. Neben der Dauerausstellung finden auch immer wechselnde Sonderausstellungen zu unterschiedlichen Themen statt, die das ursprüngliche Angebot des Museums ergänzen und somit auch für wiederholte Besuche attraktiv machen.

Die wohl ungewöhnlichste Besonderheit der authentischen und situativ aufgebauten Ausstellungsräume ist, dass hier das Berühren und Anfassen aller Gegenstände erlaubt und ausdrücklich erwünscht ist.

So wird die Wissensvermittlung und Auseinandersetzung mit den kulturgeschichtlichen Hintergründen des Berliner Stadtteils Tempelhof in diesem Museum zu einem sinnlichen und haptischen Gesamterlebnis für Jung und Alt.
Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbar machen. Die Umsetzung dieses Anliegens scheint hier rundum gelungen.

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